Förderschwerpunkt Zukunft der Arbeit: Arbeiten an und mit Menschen

Der technologische Wandel und die digitale Vernetzung haben entscheidenden Einfluss auf die Arbeitswelt. Auch die Arbeit an und mit Menschen, bei der das menschliche Miteinander im Vordergrund steht, wird sich verändern. Die zunehmende Unterstützung durch digitale Anwendungen sowie Maschinen und Roboter wird neue Chancen eröffnen. Die Menschen werden aber auch vor neuen Herausforderungen stehen, da die technischen Neuerungen die soziale Interaktion beeinflussen.

Im Förderschwerpunkt „Arbeiten an und mit Menschen“ sollen Ansätze zur Neugestaltung von Abläufen und Prozessen entwickelt werden, um auch in Zukunft eine gute Arbeit an und mit Menschen zu ermöglichen.

Drei Forschungsschwerpunkte stehen dabei im Fokus: Methoden und Instrumente für die Arbeit an und mit Menschen im digitalen Wandel, die Gestaltung und prozessbegleitende Analyse von Geschäftsmodellen der interaktiven Arbeit sowie die Entwicklung neuer Formen der Organisation innerbetrieblicher Zusammenarbeit und Führung. Die Ansätze werden in der betrieblichen Praxis pilothaft erprobt und breitenwirksam weiterentwickelt.

Der Forschungsschwerpunkt „Zukunft der Arbeit: Arbeiten an und mit Menschen“ ist Teil der neuen Hightech-Strategie „Innovationen für Deutschland“ der Bundesregierung und beruht auf dem BMBF-Programm „Zukunft der Arbeit“. Das Programm hat das übergeordnete Ziel, gleichermaßen technologische und soziale Innovationen voranzubringen. Es fördert Innovationen in Betrieben und Organisationen, um technischen Fortschritt auch für soziale Innovationen zu nutzen und durch neue Arbeitsprozesse und ein Miteinander der Sozialpartner voranzubringen. Die direkte Verwertbarkeit in Unternehmen und Organisationen und damit die Entfaltung einer gesellschaftlich relevanten Wirkung sind wesentliche Ziele.

Weitere Informationen zum Förderschwerpunkt:

www.produktion-dienstleistung-arbeit.de/de/arbeiten-an-und-mit-menschen-2062.html

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin führt das wissenschaftliche Begleitprojekt „Interaktionsarbeit: Wirkungen und Gestaltung des technologischen Wandels (InWiGe)“ des Förderschwerpunkts durch. Darin wird der Frage nachgegangen, wie sich der Wandel der Arbeit auf Arbeitsbedingungen und die Gesundheit der Beschäftigten bei Interaktionsarbeit auswirkt und wie dieser menschengerecht unter Nutzung digitaler Technologien gestaltet werden kann.

Weitere Informationen zum Meta-Projekt:

www.interaktionsarbeit.de

Fokusgruppen:

Fokusgruppen sind ein Instrument, um einen projektübergreifenden Wissenstransfer zu ermöglichen. Die Verbundprojekte im Förderschwerpunkt arbeiten in drei thematischen Fokusgruppen zusammen.

Das Ziel der Fokusgruppen ist es, den Austausch zwischen den Verbundprojekten zu fördern, Synergien zu schaffen, Ergebnisse zu bündeln und in den Förderschwerpunkt zu integrieren. Dazu finden regelmäßige Fokusgruppentreffen statt. Auch zwischen den Fokusgruppen wird ein umfassender Wissensaustausch gewährleistet, etwa durch die jährlichen Fachtagungen des Förderschwerpunktes.

ProDigA ist Teil der Fokusgruppe 2: Zwischenbetriebliche Interaktionsarbeit – Zusammenarbeit von Dienstleistern.
In Fokusgruppe 2 steht die überbetriebliche Ebene, d. h. die Interaktion zwischen Dienstleistern und die Interaktion von Organisation und Kunde im Fokus:

  • Dienstleistungsnetzwerke: Zusammenarbeit von und Austausch zwischen verschiedenen Organisationen
  • Schnittstellengestaltung und Geschäftsmodelle: Integration von Kunden in Dienstleistungsprozesse

Arbeitsforschungstagung beyondwork2020:

Am 21./22. Oktober 2020 fand in Bonn die europäische Arbeitsforschungstagung beyondwork2020 statt. Im Rahmen eines virtuellen Forums wurden die Projekte des Förderschwerpunkts „Zukunft der Arbeit: Arbeiten an und mit Menschen“ vorgestellt, darunter auch ProDigA. Sie finden die Präsentation des Projekts unter www.beyondwork2020.com/de/forum-1758.html im Themenbereich Interaktionsarbeit.